ausgedacht... und doch wahr
 



ausgedacht... und doch wahrDer Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung.
Otto Ludwig
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Das Problem der Liebe gehört zu den großen Leiden der Menschheit, und niemand sollte sich der Tatsache schämen, dass er seinen Tribut daran zu zahlen hat.
C.G. Jung

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Meine Naivität

Wenn ein erwachsener Mann wie ich sein Glück besseren Wissens erneut bei einer (zu) jungem Frau versucht, ist ein Misslingen vorprogrammiert.

Ich kenne die Eigenarten vieler weiblicher Menschen... Libido und nach ihr die Sinnflut... so sind‘s doch alle?

Sie wird sich heute, morgen oder übermorgen das Selbe fragen wie ich.
War da nicht doch ganau das, was ich gesucht habe? Mehr als das?

«Nein» würde ich schroff antworten, denn ich fange nichts mehr mit Menschen an, die nicht wissen, ob und wenn doch, was sie wollen und die einfach durch ihre eigene Geschichte unfähig sind, wahre Gefühlstiefe zu erfahren.

Schlampen sind das Ergebnis von Verwahrlosung durch elterliches Unvermögen.



Bah, frustriert es mich.

Erst wie am Schnürchen und dann doch nur wie viele.
2.9.06 02:41


In den letzten Wochen schlafe ich schlecht bis gar nicht. Seit 35 Stunden bin ich wach; auch von Donnerstag auf Freitag habe ich keine Minute die Augen schliessen können.

Mir macht mein eigener Unmut Angst.

Vor zwei, drei Jahren noch habe ich mich innerlich zerrissen mit überkritischer Selbstreflektion, glaubte ständig, ich müsse mein Wesen dem Ideal des guten Menschen annähern, tadelte mich für jede Verfehlung.
Heute geht mir die Welt recht selbstherrlich am Arsch vorbei. Ich erwische mich beim Jammern, erlebe am eigenen Leib, wie ich mich dadurch erniedrige, dass ich Schwächen anderer zu meinem Vorteil nutzbar zu machen versuche.

Gerne würde ich bequem die Verantwortung bei anderen suchen, eine glaubhafte Hypothese beweisen wollen, dass meine Resignation die direkte Folge einiger verketteter fremdverschuldeter Frustrationen ist.
Doch weiss ich es besser: Jeder ist seines Glückes Schmied. Mein Leben gehört mir und primär bin nur ich es, der sich gestalterisch daran betätigen kann.

Weder war es meine erste Partnerin, von der ich mich im Stich gelassen fühlte, noch derjenige, der meiner Familie so schweren Schmerz bereitete und auch nicht meine zweite Partnerin, nach der ich glaubte, sie sei an meiner Unzufriedenheit schuld.

Meine mentalen Fähigkeiten zum Regeln der Zusammenhänge zwischen Wahrnehmung, Handeln und Verhalten sind futsch. Und das nicht, weil sie mir jemand genommen hat; sondern, weil ich mir nicht anders zu helfen wusste, als meine wahre Persönlichkeit abzulehnen in dem Glauben, durch Unnahbarkeit allen und somit fast allem aus dem Wege gehen zu können.

Nachdem ich mich eben einer Freundin offenbarte, wies sie mich darauf hin, dass auch sie das an mir vermisse, für das sie mich, wie ich glaube, mal bewunderte.
Sie half mir aufzuzeigen, wie ich meine Fremdwahrnehmung instrumentalisiere: Bevor ich jemandem die Möglichkeit gebe, mich kennenzulernen, verletze und verunsichere ich.


An diesem Punkt der Selbstunsicherheit werde ich mich nun bewegen müssen, wenn ich nicht psychisch erkranken will. Noch ist nicht aller Tage Abend. Noch kann ich aufholen, was ich mir genommen habe.

Doch spüre ich just in diesem Moment schon den ersten Versuch, mich selbst hinter‘s Licht führen zu wollen: Gerade spielt mein Kopf durch, was ich heute abend noch alles großartiges entwickeln könnte, wenn ich mich in die Arbeit flüchtete.
Und noch bin ich wohl nicht ganz unten, denn ich werde mich gleich trotz Müdigkeit und fehlender Konzentration dran machen.

Bah, mein Selbstmitleid widert mich an!!!
3.9.06 19:40


Angst

am 19.09.2007, leicht überarbeitet

Seit 27 Jahren, von Geburt an also, habe ich nur ein Zehntel der durchschnittlichen Sehkraft. Menschen, auch die, denen ich die Chance gebe, mich näher kennenzulernen, merken davon oft nichts.
Wenn sie sagen „Guck mal dahinter, der/die/das ist ja so und so...“, sage ich meist lapidar: „Das kann ich nicht sehen“. Leider hören mir diese Menschen oft nur unaufmerksam zu. Sie registrieren mein Leiden nicht.

Gerade hier, in diesem Hotel voller sich selbst überschätzender Jugendlicher, beklemmt es mich und zehrt an meinem Selbstwert. Eigentlich möchte ich mich, der hier morgen erstmals in seinem Leben als Mini-Reiseleiter eingesetzt wird, gerne freundlich zeigen. Doch befürchte ich aufgrund meiner ängstlichen Gehemmtheit als schroff oder arrogant wahrgenommen zu werden, wenn ich z.B. auf Gesagtes im Bus nicht reagieren werde, weil ich unsicher bin, ob ich angesprochen wurde.

Der Dalai Lama dazu: „Das Problem rührt von Ihrer Art zu denken her, nicht von einer tatsächlichen Unfähigkeit.“ Und weiter: „Ein wirksames Mittel, um Angst zu bekämpfen, besteht darin, sich weniger mit sich selbst, sondern mehr mit den anderen zu beschäftigen.“
29.9.06 15:11


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